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Dr. Christine Eichler, Chefärztin im Potsdamer Evangelischen Zentrum für Altersmedizin, gibt Einblick in das Krankheitsbild und informiert über Entstehungsmöglichkeiten, Formen von Demenz und deren Symptomatik.
Jeder Mensch ist besorgt, wenn sich erste Anzeichen von Vergesslichkeit einstellen. Doch nicht zwangsläufig muss die Diagnose „Demenz“ heißen. Nicht jeder, der vergesslich ist, leidet auch tatsächlich an Demenz.
Typisch für das Krankheitsbild sind vor allem der Kompetenzverlust von Alltagsroutinen und ein auffälliger Rückzug aus dem sozialen Leben. Verantwortlich dafür sind die Nervenzellen im menschlichen Gehirn. 30 bis 100 Milliarden Nervenzellen besitzen wir – im Falle einer demenziellen Erkrankung sterben diese nach und nach ab.
Die Ursachen für den Hirnzerfall können sehr unterschiedlich sein. Den größten Anteil macht die Alzheimer Demenz aus sowie ein Mischtyp, bei dem die Alzheimer Demenz mit anderen Erkrankungen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, einhergeht.
Meist können eine eingehende Diagnostik mit klinischer und laborchemischer Untersuchung, neuropsychologische Tests sowie der Einsatz bildgebender Verfahren Klarheit bringen. Ist die Diagnose einmal gestellt, ist die Chronik der Krankheit unumkehrbar. Es gilt aber auch: je zeitiger die Diagnose gestellt wird, umso effektiver sind therapeutische Möglichkeiten.
Wie wird eine Demenz mit eingehender Diagnose und Untersuchungen festgestellt? Welche aktuellen Behandlungsmöglichkeiten und sozialmedizinische Unterstützung gibt es? Lernen Sie auch die Unterschiede zwischen einer normalen Altersvergesslichkeit und Demenz kennen.
Von den Spezialisten für Altersmedizin wurde schon sehr früh das wachsende Problem der Demenzerkrankungen erkannt. Im Evangelischen Zentrum für Altersmedizin wurde ein Qualitätszirkel für Demenz etabliert, geplant sind der Aufbau einer Demenzstation sowie die Einrichtung einer Gedächtnissprechstunde als auch einer Angehörigengruppe für Demenz. Wichtig ist hier auch die enge Kooperation mit ambulanten Versorgungsstrukturen, da man nur durch die enge Vernetzung eine optimale Versorgung der Betroffenen und ihrer Angehörigen erreichen kann.
Zur Einrichtung
Das Evangelische Zentrum für Altersmedizin in der Potsdamer Weinbergstraße zählt zu den führenden Häusern in Brandenburg in der Diagnostik und Behandlung von Demenzerkrankungen.
Im Fachkrankenhaus mit 100 Betten und einer Tagesklinik werden jährlich rund 1.800 Patienten betreut. Das Potsdamer Bürgerstift mit vielfältigen Wohnangeboten sowie einer Tagespflege gehört ebenso zum Leistungsspektrum wie eine Beratungsstelle und der Bereich Lehre mit umfassendem Fortbildungsprogramm.
Zur Person
Dr. med. Christine Eichler ist Chefärztin am Evangelischen Zentrum für Altersmedizin in Potsdam.
Stationen: 1989 – 1995 Humanmedizinisches Studium an der Humboldt Universität zu Berlin 1997 Approbation als Ärztin 1999 Erlangung des akademischen Grades 2003 FÄ für Innere Medizin 2004 Schwerpunktbezeichnung Kardiologie 2008 Zusatzbezeichnung Palliativmedizin 2009 Schwerpunktbezeichnung Geriatrie
Dr. med. Christine Eichler
Evangelisches Zentrum für Altersmedizin Weinbergstraße 18-19 14469 Potsdam Telefon: 0331.2777.0 Fax: 0331.2777.444 E-Mail: www.altersmedizin-potsdam.de
Zeit der Vorlesung: 29. März, 19.30 Uhr Ort der Vorlesung: in der Reithalle im Hans-Otto-Theater in der Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam Der Eintritt beträgt 3 €, ermäßigt 2 €.
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