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Kunstoffe als Konservierungs- bzw. Restaurierungsmaterial? Kolloquium des Studiengangs Restaurierung am 10. Februar 2012 an der Fachhochschule Potsdam
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Zur Thematik "Synthetische Bindemittel in der Konservierung und
Restaurierung von Kunst- und Kulturgut" veranstaltet der Studiengang
Restaurierung der Fachhochschule Potsdam am Freitag, dem 10. Februar
2012, ein Kolloquium. Hintergrund ist die Tatsache, dass häufig
zahlreiche Schäden an Kunst- und Kulturgut auf den unkritischen
Einsatz von Kunststoffen als Konservierungsmittel zurückgeführt
werden können.
Das Kolloquium greift u.a. die Problematik auf, dass die für eine
sachliche Diskussion notwendigen Informationen über
Produktzusammensetzungen und das Alterungsverhalten von Polymeren
von der Herstellerseite schwer zugänglich sind. Die Situation wird
durch die große Vielfalt der Produkte, die ursprünglich für andere
Anwendungen entwickelt wurden, verschärft. Zudem fehlt nicht selten
in Archivalien inzwischen jegliche Information über die verwendeten
Mittel, und Veröffentlichungen zur Analytik von konservierend
eingesetzten Kunststoffen sind eher selten.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Studiengangs
Konservierung und Restaurierung haben sich zusammen mit Partnern aus
Industrie und Praxis im Rahmen eines 30monatigen Forschungsprojekts
mit dem Einsatz von Kunststoffen in der Restaurierungspraxis
beschäftigt und sind dabei den Fragen nachgegangen:
- Welche Produkte kamen unter welchen Namen für welche
Applikationen zum Einsatz?
- Ist eine Zuordnung spezifischer Schadbilder möglich?
- Welche analytischen Möglichkeiten bieten sich heute zur
Identifizierung?
- Welche Anforderungen ergeben sich daraus für moderne Produkte
und ihren Einsatz?
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts, das vom Ministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert
wurde, werden auf dem Kolloquium am 10. Februar präsentiert.
Vorgestellt wird auch die neu konzipierte Online-Datenbank POLYKON,
die eine Datensammlung von Produkten und ihrer Zusammensetzung sowie
Anwendungsbeispiele enthält und zusammen mit dem FB
Informationswissenschaften der FH Potsdam erarbeitet wurde. Weitere
Vorträge beschäftigen sich mit der Untersuchung von
Alterungseffekten an Kunststoffen, den Möglichkeiten und Grenzen
analytischer Verfahren sowie mit der Reduzierung von Kunststoffen an
Wandmalereien und den spezifische Anforderungen an geeigneten
Polymerdispersionen am Beispiel von Mörteln und
Steinergänzungsmassen.
Veranstaltungstermin und -ort:
Freitag, 10. Februar 2012, 9:00 bis 17:30 Uhr
Hauptgebäude der Fachhochschule Potsdam, Kiepenheuerallee 5, 14469
Potsdam.
Weitere Informationen zur Anmeldung und zu den Teilnahmebedingungen
sowie das detaillierte Programm finden Sie hier.
Medieninformationen und
Veranstaltungshinweise der FH Potsdam können Sie auch im Internet
abrufen
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