POTSDAM / INNENSTADT - Die Gewinner des 1. Potsdamer Kongress-Preises, der von den elf Hotels der Erfa-Gruppe Potsdam und dem Verein „ProWissen“ initiiert wurde, stehen seit gestern fest. In der Kategorie „Regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen“ gewann das Studentenfilmfestival „Sehsüchte“. „Die gesamte Organisation und Durchführung liegt in jedem Jahr erneut in den Händen eines studentischen Teams ... Als größtes internationales Studentenfilmfestival hat ,Sehsüchte’ eine Ausstrahlung weit über Potsdam hinaus“, so die Begründung der achtköpfigen Jury unter Vorsitz von Steigenberger-Hoteldirektorin Gondra Wettley und Bernhard Diekmann vom Alfred-Wegener-Institut.
In der Kategorie „Einzelveranstaltungen“ fiel die Wahl auf die „5. Generalkonferenz des European Consortium for Political Research“ der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni. Rund 2500 internationale Politikwissenschaftler aus aller Welt trafen sich Mitte September 2009 zu einem Programm mit 400 Veranstaltungen in der Biosphäre, an der HFF „Konrad Wolf“ und an der Universität.
In der dritten Kategorie „Innovative und /oder außergewöhnliche Veranstaltungen“ teilen sich zwei Tagungen die Auszeichnung: die Tagung „Criminal Justice Responses to Sexual Assault“ der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Uni Potsdam sowie die internationale Tagung „From Past to Future: Grassmann’s Work in Context“, die länderübergreifend in Potsdam und Stettin stattfand.
Insgesamt hatten sich 22 Kongresse und Tagungen beworben. „Vom Filmbereich über den natur- und geisteswissenschaftlichen Bereich – das zeigt, was in Potsdam alles möglich ist“, lobte Simone Leinkauf vom Verein „Pro Wissen“ gestern die Bandbreite der Bewerbungen. Bereits jetzt steht fest, dass die Verleihung des Kongresspreises keine einmalige Sache bleibt. Leinkauf: „Der Preis wird drei Jahre hintereinander ausgelobt.“ Fortsetzung möglich. Die Preisgelder à tausend Euro pro Kategorie wurden von der Erfa-Gruppe, dem Dehoga (Hotel- und Gaststättenverband) Brandenburg und der Landeshauptstadt gestiftet. Das Geld geht privat an die Veranstalter, weshalb es nicht zwingend in die Vorbereitungskasse für neue Kongresse fließen muss. Genauso gut könne ein Organisationsteam davon zum Beispiel „schön essen gehen“, so Leinkauf.
Die Preisverleihung fand gestern Abend im Voltaire-Hotel statt. Bis zuletzt hatten die Gewinner nichts von ihrem Glück geahnt, da es in jeder Kategorie drei Endrunden-Kandidaten gab. (Von Ildiko Röd)
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