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Sonntagsvorlesung am 23. Mai 2010
Dr. Bernd Lepenies zum Thema: 100 Jahre nach Robert Koch – Tropenkrankheiten und das Immunsystem
Die Potsdamer Köpfe begrüßen am 23. Mai 2010 Herrn Dr. Bernd Lepenies vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung zum Thema: 100 Jahre nach Robert Koch – Tropenkrankheiten und das Immunsystem
Robert Koch gilt als der Begründer der modernen Mikrobiologie und gehört auch zu den Wegbereitern des sich später entwickelnden Forschungs-gebietes der Immunologie. Zur damaligen Zeit starb in Deutschland etwa ein Siebtel der Menschen an Infektionskrankheiten: Grund waren die schlechten hygienischen Verhältnisse. Bis dahin glaubten die Mediziner, dass so genannte Miasmen, das heißt die Luft verunreinigende Gifte, die Krankheiten verursachen würden. Im Namen Malaria findet sich noch diese falsche Annahme, denn Malaria bedeutet "schlechte Luft". Koch hatte zum ersten Mal bewiesen, dass belebte Erreger die Infektionskrankheiten auslösen.
Mehr als hundert Jahre nach der Entdeckung der Erreger der Tuberkulose, der Schlafkrankheit oder der Malaria stellen Infektionserkrankungen jedoch immer noch eine weltweite Bedrohung dar. So erkranken jährlich 500 Millionen Menschen an Malaria und mehr als eine Million sterben daran. Die Vorlesung schildert den Stand der Forschung auf dem Gebiet weltweit bedeutender Infektionserkrankungen. Im Zentrum stehen folgende Fragen: Welche Rolle spielt unser Immunsystem im Verlauf einer Infektionserkrankung? Wie greifen Krankheitserreger in die Immunantwort ein? Und wie lässt sich unser Immunsystem von außen so beeinflussen, dass es Infektionen effektiver bekämpfen kann?
Potsdamer Köpfe am 23. Mai 2010, 11 Uhr, im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam, Eintritt 3,- €, ermäßigt 2,- €.
Kontakt: Dr. Bernd Lepenies
Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung Abteilung Biomolekulare Systeme Institut für Chemie und Biochemie Arnimallee 22 14195 Berlin
Tel.: 030/838-59572 Email:
Katja Schulze (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam Tel.: +49 331 567-9203 Fax: +49 331 567-9202 Email:
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