Jeder hält es für notwendig, und Platz gäbe es auch – doch Potsdams Mitte hat immer noch kein „Haus der Wissenschaft“. Dabei hat die Diskussion beim 36. Stadtforum diese Woche gezeigt, dass von einer zentralen Anlaufstelle alle profitieren würden: Endlich könnten die Potsdamer Bürger erleben, dass ihre Stadt nicht nur Schlösser und Gärten, sondern auch Forschung von Weltrang hat. In Vorträgen könnten die Institute über ihre aktuelle Forschung berichten, Ausstellungen könnten einzelne Themen beleuchten und ein Museum die Wissenschaftstradition der Stadt erhellen.Die Forschung selbst könnte sich über dort angesiedelte Büros von Wissenschaftsnetzwerken wie „Pearls“ oder „Lauf“ verständigen, Repräsentanzen von Gründerzentren würden der Wirtschaft helfen. Vor allem aber könnte ein „Haus der Wissenschaft“ überregional ausstrahlen.
Ein Leuchtturm des Wissenschaftsmarketing würde noch mehr wissenschaftliches und wirtschaftliches Potenzial nach Potsdam locken. Sollte dieses wichtige Projekt an bislang fehlenden Investoren scheitern? Wenn so viele Gruppen von dem Haus einen Gewinn hätten, müssten doch auch Finanziers aufzutreiben sein. Der Wille zum „Haus der Wissenschaft“ ist da – fehlt bloß noch das gemeinsame Handeln.
Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung