
Prof. Dr. habil. Hans-Peter Fink
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Ob Plastikflasche, Lichtschalter, Einkaufstüte, Isolierschaum, Wasserleitungsrohr oder Innenverkleidung in Autos und Flugzeugen – Kunststoffe begegnen uns nahezu überall und leisten uns wichtige Dienste. Sie sind stabil, leicht und kostengünstig. Die stetig verbesserte Funktionalität der Werkstoffe und der wachsende Markt steigern das Interesse an Kunststoffprodukten enorm. Herkömmliche Kunststoffe basieren auf dem Rohstoff Erdöl, und das wir immer knapper. Zum Glück übertrifft die Syntheseleistung der Natur die der chemischen Industrie um Größenordnungen.
Natürliche Polymere wie Cellulose, Hemicellulosen, Stärke und Lignin sind die mit Abstand häufigsten nachwachsenden Rohstoffe. Von zunehmender Bedeutung sind biobasierte Polymere, deren Ausgangsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden und die dann durch chemische oder biotechnologische Syntheseverfahren polymerisiert werden.
In dem Beitrag wird zunächst ein Überblick über Struktur und Anwendungen von Biopolymeren gegeben, wobei detaillierter auf die chemisch-technische Nutzung der Cellulose und auf Non-Food-Anwendungen von Stärke eingegangen wird. Im zweiten Teil werden der heutige Stand und die Entwicklungstendenzen biobasierter Kunststoffe unter besonderer Betonung von Polylactid (PLA) als einen möglichen neuen Standardkunststoff untersucht. Neue Nutzungsmöglichkeiten der Biopolymere werden anhand praktischer Beispiele aus dem Forschungsalltag des Fraunhofer IAP demonstriert, zu denen Isolierschaum aus Zuckerrübenschnitzeln, Vliesstoffe aus Cellulose, thermoplastische Stärkematerialien und Faser verstärkte Biokunststoffe gehören
Zeit der Vorlesung: 28. Februar, 11.00 Uhr Ort der Vorlesung: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam.
Kontakt:
Prof. Dr. habil. Hans-Peter Fink
Frau Nadine Gruber Telefon 0331 568-1151 E-Mail:
Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP Wissenschaftspark Potsdam-Golm Geiselbergstr. 69 14476 Potsdam
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