Magnetfelder in der Spiralgalaxie M51, dargestellt als Striche, aus Radiomessungen bei 6 cm Wellenlänge mit dem 100-m-Teleskop Effelsberg und dem Very Large Array (USA). Die „Höhenlinien“ geben die Stärke der Radiostrahlung an. Das optische Bild stammt vom Hubble Space Telescope (Copyright: MPIfR Bonn und NASA/ESA, Grafik: Sterne und Weltraum).
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet Anfang
kommenden Jahres eine neue Forschergruppe ein. Sie soll die Frage
beantworten, wie die Magnetfelder im Universum entstanden sind und welche
Wirkung sie auf die Entwicklung von Galaxien haben. Insgesamt fließen rund 1,9
Millionen Euro an die Partner des deutschlandweiten Verbundprojekts.
Sowohl
das Gas zwischen den Sternen einer Galaxie als auch das Medium zwischen den
Galaxien sind magnetisiert. Bis heute weiß niemand, wie diese Magnetfelder entstanden
sind und welche Wirkung sie auf die Entwicklung von Galaxien haben.
Als
Werkzeug werden die Wissenschaftler das europäische Radioteleskop LOFAR nutzen.
Außerdem wollen sie Computersimulationen entwickeln, die ihnen helfen, ihre
Messergebnisse zu interpretieren. „Ziel der Simulationen ist es, die Entstehung
und Struktur der Magnetfelder sowie ihre mögliche Rolle in Galaxien und
Galaxienhaufen auf eine theoretische Basis zu stellen“, erläutert Dr. Detlef
Elstner vom AIP.
Sprecher
des neuen Forschungsverbundes ist Professor Dr. Ulrich Klein von der
Universität Bonn. Weiterhin beteiligt sind Forscher der Universitäten Bochum,
Bremen, der LMU München, des Astrophysikalischen Instituts Potsdam (AIP), der
Thüringer Landessternwarte Tautenburg sowie der Max-Planck-Institute für
Astrophysik in Garching und für Radioastronomie in Bonn.
Sprecher der DFG-Forschergruppe:
Professor Dr. Ulrich Klein,
Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn, Tel. 0228 73-3674,
E-Mail:
Kontakt am AIP:
Dr. Detlef Elstner,
Astrophysikalisches Institut Potsdam, Tel. 0331 7499-522, E-Mail:
Das AIP beschäftigt sich vorrangig
mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Daneben
wirkt das Institut als Kompetenzzentrum bei der Entwicklung von
Forschungstechnologie in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und
E-Science. Das AIP ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und
des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als
erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Das AIP ist eine
Stiftung privaten Rechts und ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft. Zur
Leibniz-Gemeinschaft gehören derzeit 86 Forschungsinstitute und
Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder, die
wissenschaftliche Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung
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