Am 9. Mai 1884 – vor 125 Jahren - stellte das Königreich Preußen seine Ballon-Versuchsabteilung auf, aus der die Luftschiffertruppe erwuchs. Ballone, Luftschiffe und Flugzeuge bildeten den Grundstock der Deutschen Luftstreitkräfte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.
Aus 55 Mann mit wenigen Ballonen waren innerhalb von 34 Jahren über 80.000 Mann mit 4.800 Flugzeugen geworden, die Tod, Leid und Zerstörung brachten. Aufklärung, das Einschiessen der Artillerie, das Eingreifen in den Erdkampf, Luftkämpfe und der Bombenabwurf gehörte zu ihren Aufträgen. Bereits 1918 war ein umfangreicher Luftschutz gegen Bomber notwendig, keine Schlacht ließ sich mehr ohne Luftüberlegenheit gewinnen.
Der Vortrag skizziert die Anfänge deutscher Luftstreitkräfte bis 1918, stellt ihre Einsatzarten, Ausrüstung, Struktur, Verluste und Probleme vor.
Harald Potempa ist seit 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Potsdam. Er promovierte 1995 mit einer Arbeit über "Die Königlich-Bayerische Fliegertruppe 1914-1918", war von 1996 bis 2005 Leiter des Luftwaffenmuseums der Bundeswehr in Berlin Gatow und von 1998 bis 2006 Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Museums München. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte der Luftfahrt und besitzt seit 1984/85 den Privatpilotenschein für Segelflugzeuge und Motorsegler.
Zeit der Vorlesung: Sonntag, 14. Juni 2009, 11.00 Uhr
Ort der Vorlesung: Altes Rathaus - Potsdam Forum, Am Alten Markt, 14467 Potsdam
PDF: Präsentation (MB 0,8)
Pressebericht zur Veranstaltung
Pressebericht 2 zur Veranstaltung
Kontakt:
OTL Dr. Harald Potempa
FB II ("Zeitalter der Weltkriege")
Militärgeschichtliches Forschungsamt
Postfach 60 11 22
14411 Potsdam
Tel:0331/9714-452
E-Mail
|