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PNN vom 29. November 2008
Papier für Fairness. 29 Potsdamer unterzeichnen Charta der Vielfalt
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Papier für Fairness

29 Potsdamer unterzeichnen Charta der Vielfalt

29 Potsdamer Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben gestern offiziell die so genannte Charta der Vielfalt unterzeichnet, eine bundesweite Initiative gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Das schriftliche Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung von Menschen ist ein Produkt aus dem abgeschlossenen Vorhaben, das historische Toleranzedikt von Potsdam neu zu schreiben. „Dadurch wird die Strahlkraft von Potsdam gestärkt“, sagte Ulrich Jahnke, Mitarbeiter der Beauftragten der Bundesregierung für Migration und Integration. Er war einer der Gäste der Präsentation der Charta, die gestern im Stadthaus stattfand – und soll künftig die Diskussionen moderieren, wie innerlich tolerant die Teilnehmer der Charta schon geworden sind.

Denn bei einem unterschriebenen Blatt Papier soll es nicht bleiben. In der Charta verpflichten sich die Unterzeichner unter anderem zu einer Unternehmenskultur, die „von gegenseitigem und Wertschätzung jedes Einzelnen geprägt ist“. Der Initiative beigetreten sind unter anderem die Stadtverwaltung, die Stadtwerke und der Verein Oberlinhaus, in dem es in der Vergangenheit immer wieder Personalquerelen gegeben hatte. Um die Anti-Diskriminierungs-Charta umzusetzen, soll es im Frühjahr ein erstes Treffen der Unternehmen geben. „Darüber wird es einen Bericht geben“, sagte Jakobs. Das Thema sei als jahrelanger Prozess zu verstehen, bei dem sich weitere Institutionen beteiligen könnten. Bundesweit haben seit Beginn der Aktion vor zwei Jahren schon 470 Einrichtungen die Charta unterschrieben.

Während der Präsentation stellten mehrere Unternehmen vor, wie sie bereits die Anforderungen der Charta konkret umsetzen. So berichtete die Potsdamer Modedesignerin Karin Genrich von der Händler-Initiative „Handeln statt Wegsehen“, mit der alle Kunden mit Würde behandelt werden sollen. Gerade Auszubildende müssten dies lernen, weil eben nicht jeder junge Potsdamer ein Elternhaus besitze, in dem Toleranz gelebt werde. HK

 

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten







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