Biomaterialien für medizinische Anwendungen Im Mittelpunkt der Forschung steht die Entwicklung von innovativen, polymerbasierten Biomaterialien, die die komplexen Anforderungen für medizinische Anwendungen in der Regenerativen Medizin erfüllen. Besonderes Anliegen ist der Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und Translation der Ergebnisse in klinischen Anwendungen. Dafür betreibt das HZG interdisziplinäre Forschung durch natur- und ingenieurwissenschaftlicher Verflechtung und steht in engen Kontakt mit Kliniken und Industrie, um die Einführung medizinischer Produkte zu beschleunigen. Damit leistet das HZG einen Beitrag zur Vorsorgeforschung durch zukunftsorientierte Technologien
Die Aufgaben des Zentrums reichen von der Entwicklung von Biomaterialien und deren Upscaling bis hin zur Produktion von Kleinstserien für spezifische Anwendungen, die eine breite Palette von Funktionalitäten besitzen müssen. Die dafür notwendige Qualitätssicherung ist durch die Einrichtung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 13485 gewährleistet.
Die Wissenschaftler entwickeln insbesondere multi-funktionale und biomimetische (also der Natur nachempfundene) Materialsysteme, die maßgeschneiderte Eigenschaften für die gewünschten Anwendungen aufweisen. Die Kernkompetenz der Mitarbeiter besteht im Design bioabbaubarer, biostabiler und biomimetischer Materialien und deren Verarbeitung zu Fasern, Folien, Membranen und porösen Strukturen aus Lösung oder Schmelze. Diese werden auf ihre Bioverträglichkeit und Toxizität in vitro und in vivo getestet.
Das Institut für Polymerforschung verfügt über eine moderne Ausstattung, die wesentlich zur Entwicklung von polymerbasierten multifunktionalen Materialkombinationen sowie von synthetischen und biomimetischen Biomaterialien beiträgt. Geräte und Methoden wurden so weiterentwickelt, dass sie heute den internationalen Stand mitbestimmen und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht zu einem entscheidenden Vorsprung verhelfen.
Berlin-Brandenburger Zentrum für Regenerative Therapien (BCRT) Integraler Bestandteil der Strategie ist die Nutzung der Biomaterial-Technologieplattform im Berlin-Brandenburger Zentrum für Regenerative Therapien (BCRT), einer Allianz zwischen Charité, Universitätsmedizin Berlin und der Helmholtz- Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Dieses Translationszentrum ermöglicht die Verwendung der in Teltow entwickelten Materialien und Produkte für weitere Anwendungsbereiche wie dem muskuloskeletalen System. Gemeinsam mit Wissenschaftlern anderer Forschungsinstitutionen werden am BCRT neue regenerative Therapien in enger Zusammenarbeit mit den Klinikern entwickelt, mit dem Ziel, chronische Erkrankungen durch Anregung der körpereigenen Regeneration künftig heilen und nicht mehr nur behandeln zu können.
Berlin-Brandenburger Schule für Regenerative Therapien (BSRT) Mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnte im Rahmen der Exzellenzinitiative der Bundesregierung 2007 eine internationale Graduiertenschule als gemeinsame Anstrengung der Berliner Universitäten, der Universität Potsdam und der Max-Planck- und Helmholtz-Institute eingerichtet werden, an der eine besondere, interdisziplinäre Ausrichtung der Ausbildung für klinische, biologische und ingenieurswissenschaftliche Forscher angeboten wird, die auf dem Gebiet der Regenerativen Medizin arbeiten möchten.
Regenerative Medizin Die Regenerative Medizin ist eine Forschungsrichtung von hoher sozioökonomischer Bedeutung. Sie trägt dem demografischen Wandel und den veränderten körperlichen Belastungen im Alltag Rechnung, indem sie spezielle Therapien zur Organunterstützung entwickelt und Implantatwerkstoffe für chirurgische und pharmazeutische Anwendungen bereitstellt. Ziel ist es funktionsgestörte Zellen, Gewebe und Organe durch biologischen bzw. biofunktionalen Ersatz oder durch Stimulation körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse wiederherzustellen.
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