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Deutscher Wetterdienst
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Michendorfer Chaussee 23
14473 Potsdam
Telefon: 0331/316 - 0
Telefax: 0331/316 - 291
http://www.dwd.de/
Kontakt per E-Mail:

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist als nationaler meteorologischer Dienst der Bundesrepublik Deutschland mit seinen Wetter- und Klimainformationen im Rahmen der Daseinsvorsorge tätig. Dies ist seine Kernaufgabe. Dazu gehören die meteorologische Sicherung der Luft- und Seeschifffahrt und das Warnen vor meteorologischen Ereignissen, die für die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährlich werden können. Wichtige Aufgaben des DWD sind aber auch Dienstleistungen für den Bund, die Länder und die Organe der Rechtspflege sowie die Erfüllung internationaler Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland. So koordiniert der DWD die meteorologischen Interessen Deutschlands in enger Abstimmung mit der Bundesregierung auf nationaler Ebene und vertritt die Regierung in zwischenstaatlichen und internationalen Organisationen wie zum Beispiel der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Geregelt werden diese Aufgaben im Gesetz über den Deutschen Wetterdienst vom 10. September 1998.

· Das Aufgabenspektrum des DWD ist breit gefächert. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht am Wetter interessiert ist und kaum einen Bereich unseres Lebens, der nicht vom Wetter und Klima beeinflusst wird. Der DWD erfasst, bewertet und überwacht die physikalischen und chemischen Prozesse in unserer Atmosphäre und ist in Deutschland als Referenz für Meteorologie Ansprechpartner für alle Fragen zum Wetter und Klima. Er hält Informationen zum gesamten meteorologischen Geschehen bereit, bietet eine reichhaltige Palette von Dienstleistungen für die Allgemeinheit an und betreibt das nationale Klimaarchiv.

· Als nationaler Wetterdienst ist der Deutsche Wetterdienst sowohl wissenschaftlich-technischer Dienstleister, als auch kompetenter und verlässlicher Partner auf dem Gebiet der Meteorologie für öffentliche und private Partner. Die steigenden Qualitätsansprüche seiner mehr als 50 000 Kunden verpflichten den DWD nicht nur zur Lieferung hochwertiger Produkte und Dienstleistungen, sondern sind auch täglicher Ansporn zur ständigen Verbesserung seiner Produktqualität, Kundenorientierung und Wirtschaftlichkeit.

Gesetzlicher Auftrag

Der Deutsche Wetterdienst ist laut Bundesgesetz der nationale meteorologische Dienst der Bundesrepublik Deutschland.

Der DWD – zum Geschäftsbereich des Bundesministers für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung gehörend – versteht sich als großer technisch-wissenschaftlicher Dienstleister des Bundes.

Die Zentrale des DWD befindet sich in Offenbach/Main.

Daneben bestehen an sechs Standorten große Niederlassungen mit Außenstellen der verschiedenen Geschäftsfelder sowie je einer Regionalzentrale als Wetterüberwachungs-, Vorhersage- und Warnzentrale für die zugehörigen Bundesländer.

Die Regionalzentrale Potsdam ist für die drei Bundesländer Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zuständig.

 

Geschichtliches

Die Meteorologie hat in Potsdam eine mehr als 100-jährige Tradition. Erste regelmäßige Beobachtungen führte von 1842 bis 1862 der Hofgärtner von Sanssouci, Wilhelm Legeler, im Auftrage des Königlich Preußischen Meteorologischen Instituts in Berlin durch. Die eigentlichen Wurzeln der wetter- und klimadienstlichen Beratungen liegen aber auf dem Telegraphenberg am Rande der Stadt Potsdam. Im Jahr 1893 wurde dort das Meteorologische Observatorium gegründet.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde dem traditionsreichen Meteorologischen Observatorium neben der Fortsetzung der Forschungstätigkeit die Aufgabe gestellt, ein Netz meteorologischer Stationen sowie Abteilungen für Wettervorhersage- und Klimadienst einzurichten.

Der Wettervorhersagedienst begann am 1. April 1946 seine Arbeit. Ihm oblag die wetterdienstliche Betreuung des Landes Brandenburg und – per alliierter Order – aller vier Sektoren der geteilten Stadt Berlin (außer Flugwetterdienst).

Die Räumlichkeiten des Observatoriums reichten sehr bald für die zunehmenden Aufgaben nicht mehr aus, insbesondere als bei der Gründung des Meteorologischen Dienstes der DDR aus der Abteilung Wetterdienst die Hauptwetterdienststelle, die spätere Zentrale Wetterdienststelle, hervorging. Sie zog 1957 in einen Neubau in der etwa 1 km vom Telegraphenberg entfernten Michendorfer Chaussee.

Auch der Klimadienst und die Betreuung der Wetterstationen wurden in eigene Ämter verlegt, die als Hauptamt für Klimatologie und Instrumentenamt 1966 in Neubauten in der Liegenschaft Michendorfer Chaussee zusammengefasst wurden. Im Jahre 1971 kam ein Rechenzentrum hinzu.

Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurden auch die Wetterdienste beider deutscher Staaten vereinigt. In Potsdam bildete sich ein großes Wetteramt, das neben seiner regionalen Aufgabe auch noch zahlreiche wichtige Abteilungen der Zentrale in Offenbach beherbergte, wie z. B. Forschung und Entwicklung sowie Verifikation von Wettervorhersagen.

Mit der Neuorganisation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Jahre 1995 entstand in Potsdam an der Michendorfer Chaussee aus den ehemaligen Wetterämtern Rostock, Potsdam und Berlin eine der sieben großen Niederlassungen des Deutschen Wetterdienstes. Zur Niederlassung Potsdam gehört auch die weiterhin in Berlin-Tempelhof ansässige Luftfahrtberatungszentrale Ost, die für die meteorologische Sicherung der Luftfahrt im Nordosten Deutschlands zuständig ist.






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