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Potsdam Museum: Naturkundemuseum
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Breite Straße 13
14467 Potsdam
Telefon: (0331) 289 67 07
Telefax: (0331) 289 67 08
http://www.naturkundemuseum-potsdam.de/
Kontakt per E-Mail:

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Zu einem Spaziergang durch die Tier- und Pflanzenwelt des Landes Brandenburg laden die Ausstellungen des Naturkundemuseums Potsdam ein. Auch bei schlechtem Wetter hat man hier die Chance in den Dauerausstellungen „Bedrohte Fauna“ oder „Tiere im Garten“, den einen oder anderen bekannten Vierbeiner, gefiederten Sänger oder stummen, aber lebenden Fisch zu treffen. In umfangreichen Sammlungen hat das Naturkundemuseum über 220.000 Objekte zur Tierwelt Brandenburgs zusammengetragen. Die schönsten Exponate werden in den Ausstellungen präsentiert.

Das Museum ist im ehemaligen „Ständehaus der Zauche“ untergebracht. Es wurde 1770 nach Plänen von Gottfried Christian Unger erbaut und gehört zu einem Ensemble architektonischer Kleinode in der Breiten Straße in unmittelbarer Nähe des „Großen Waisenhauses“ und der Havelbucht. 1945 wurde es durch Bomben- und Artilleriebeschuss beschädigt. Nach mehrmaliger Rekonstruktion, zuletzt im Jahre 2001, ist das Haus heute ein Musterbeispiel für die kulturelle Nutzung eines historischen und denkmalgeschützten Gebäudes. Als erstes Haus in der Breiten Straße hat es seit Sommer 2005 seinen historischen Vorgarten wieder.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 9 - 17 Uhr
Jeden ersten Montag im Monat 9 – 17 Uhr ermäßigter Eintritt 2, 00 €

Adresse:
Naturkundemuseum Potsdam
Breite Straße 13
14467 Potsdam

Telefon:
Besucherservice: (0331) 289 6701 und (0331) 289 6707
Leitung des Hauses: (0331) 289 6701
Medien und Öffentlichkeitsarbeit: (0331) 289 6705
Telefax: (0331) 289 6708

Eintrittspreise:
Erwachsene 3, 00 €
Kinder von 6 bis 12 Jahren 1, 00 €
Jugendliche von 13 bis 18 Jahren 2, 00 €
Partnerkarte (zwei Personen) 5, 00 €
Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt

Dauerausstellungen:
Aquarium Fische Brandenburgs

Bereits seit 1964 gibt es im Naturkundemuseum ein Aquarium. In 22 Becken mit einem Wasserkreislauf von 30 000 Litern und Miniaturlandschaften der Gewässer Brandenburgs, können fast 40 einheimische Fischarten ständig beobachtet werden. Der Star des Aquariums ist „Weline“, ein weiblicher Wels. Mit einer Länge von bis zu 5 m ist der Wels die größte Süßwasserfischart in Europa. Im Gegensatz dazu gehören der Bitterling und der Stichling zu den kleinsten Vertretern und machen durch ihr originelles Fortpflanzungsverhalten auf sich aufmerksam.

TIPP: Besonders erwähnenswert ist der sehr liebevoll gestaltete Kinderaquarienführer, in dem der Wasserkreislauf, das Ökosystem und die verschiedenen Fische der Fließ- und Stillgewässer Brandenburgs mit ihrer Anatomie, ihren Lebensräumen und Unterscheidungsmerkmalen sowie die Einrichtung eines Aquariums erklärt werden.

Bedrohte Fauna
Die „Roten Listen“ gefährdeter Tiere im Land Brandenburg weisen aus, dass von den 329 Wirbeltierarten 61% und von 7322 Wirbellosen 44% akut gefährdet sind. Dies ist das Ergebnis eines lang währenden rücksichtslosen Umgangs mit der Natur. Welche Arten besonders betroffen sind und wo die Ursachen für diese negative Entwicklung liegen, zeigt die Ausstellung an zahlreichen, international ausgezeichneten Originalpräparaten, die mit Wort und Bild begleitet werden. Bedrohte Tierarten wie Siebenschläfer, Fischotter und Birkhuhn werden in ihren natürlichen Lebensräumen präsentiert. Auch bereits in Brandenburg ausgerottete Arten, wie Elch und Braunbär werden vorgestellt. Auch Tiere, die wieder im Land Brandenburg heimisch werden, wie der Wolf, sind zu sehen.

Sonderausstellungen:
„In der Spur des Menschen – Biologische Invasionen“
Neue Tier- und Pflanzearten begegnen uns heute fast überall. Man nennt sie Neobiota und ihre Ausbreitung bezeichnet man als biologische Invasion. Mit dem Welthandel werden heute Tiere und Pflanzen über alle Erdteile verteilt, oft mit weitreichenden Folgen. Viele Wissenschaftler sehen in der biologischen Invasion eine der größten Bedrohungen für die Artenvielfalt der Erde. Die Ausstellung zeigt an zwei Standorten – im Naturkundemuseum Potsdam sowie im Botanischen Garten der Universität Potsdam – ausgewählte Beispiele von Problemen sowie positive Aspekte biologischer Invasionen. Im Naturkundemuseum machen 49 Ausstellungstafeln, über 100 Präparate und das Aquarium „Fische Brandenburgs“ mit der Thematik bekannt.

Tiere im Garten
Ein Drittel aller Bürger Deutschlands verfügen über einen Garten. Viele Nutzgärten sind in den vergangenen Jahren in Erholungsgärten umgewandelt worden. Dadurch stehen heute beachtliche Flächen zur Verfügung, auf denen seltene und gefährdete Tiere neue Lebensräume finden können. Die Ausstellung stellt heimische Tierarten vor, die häufig in unseren Gärten anzutreffen sind und zeigt Möglichkeiten zu ihrem Schutz sowie zu ihrer Förderung im Garten auf. Gezeigt werden über 300 Tierarten in mehr als 700 Präparaten. Neben Vögeln, Säugetieren sind farbenprächtige Schmetterlinge, Schwebfliegen, Käfer und andere Wirbellose zu sehen.

Sammlungen im Naturkundemuseum
Das Naturkundemuseum besitzt neben den Ausstellungen auch zahlreiche Sammlungen über die Flora und Fauna Brandenburgs. Sie stehen für wissenschaftliche Forschungen und Untersuchungen auf Anfrage zur Verfügung.

Zoologische Sammlung, Botanische Sammlung, Geologische Sammlung, Mineralogische Sammlung, Paläontologische Sammlung, Bibliothek, Kartensammlung, Kinderzeichnungen, Modelle, Plakatsammlung, Technische Geräte

Veranstaltungen – Mit zahlreichen Vereinen, Verbänden und Kooperationspartnern organisiert das Naturkundemuseum Veranstaltungen und Vorträge.
Führungen für Kinder, Jugendliche, Studenten und Erwachsene
Eine tierische Geburtstagsfeier Kinder - Ein besonders originelles Angebot für ihre Kinder und Geburtstagsgäste

Wegbeschreibung:
Mit RB und S-Bahn bis Potsdam Hauptbahnhof, von dort mit Tram 92, 94 oder 96 bis Haltestelle Alter Markt, dann 10 Min. Fußweg über Breite Straße oder Bus 695 bis Haltestelle Naturkundemuseum.

Mit RB bis Bahnhof Pirschheide, dann mit Tram 94 bis Haltestelle Feuerbachstraße und 10 Min Fußweg.



Das Museum in der Breiten Straße. Foto: MAZ/Bernd Gartenschläger
Das Museum in der Breiten Straße. Foto: MAZ/Bernd Gartenschläger
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Wels im Aquarium.
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